Neue Gepäckbestimmungen bei TUIfly

Alles neu macht der Mai auch bei TUIfly. Komisch, dass kaum Flug-Online-Medien darüber kritisch berichtet haben. Die Fluggesellschaft, die viele Urlauber von Ihrer Pauschalreise mit einem TUI-Veranstalter kennen, hat Ihre Konditionen im Einzelplatzverkauf geändert. Das ist etwas nervig, da einige Konditionen erst vor 12 Monaten für Gepäck und Sondergepäck geändert wurden. Eine dauerhafte Verlässlichkeit ist für Reisebüromitarbeiter schwierig zu verkaufen. Kunden, die nur einmal im Jahr in den Urlaub fahren, müssen so eigentlich jedes Jahr aufs neue prüfen, ob die angestammten Bedingungen noch gelten. Angelehnt an das Konzept der Billigflieger gibt es in der günstigsten Buchungsklasse, die sich bei TUIfly jetzt "pure" nennt, keinerlei Freigepäck mehr. Die Zusatzgebühren für 20kg sind von Strecke zu Strecke unterschiedlich und können 12,50 Euro betragen. Im "perfect"-Tarif sind 20kg wie gehabt inklusive.

Weitere Unterschiede pure und perfect

Wer die billigste Buchungsklasse bucht, muss noch weitere Einschränkungen akzeptieren. Es ist keine Verpflegung inklusive. Gegen eine Gebühr von 6,90 Euro pro Strecke kann man diese im Online-Buchungsverlauf hinzuordern. Umbuchungen sind (wie bei allen Konkurrenten meist auch) nicht möglich. Ein weiteres Detail ist für den deutschen Charterflugmarkt ungewöhnlich streng: Der Flughafen-Check-In kostet ab 1.11.2014 5,- Euro pro Person und Strecke. Nur der vorherige Web-Check-In bleibt kostenlos. Viele Passagiere kennen diese Vorgehensweise bisher nur von Ryanair, wo der Flughafen Check-In noch teurer ist. Im perfect-Tarif sind die genannten Dinge alle noch nach altem Muster möglich, man muss hier allerdings einen kleinen Aufpreis einkalkulieren. Wer es richtig schön an Bord haben möchte, kann vom perfect noch in die Premium-Economy-Klasse aufbuchen.

Wo erfährt man über diese Unterschiede?

Am besten ist, wenn Sie einen Flug mit TUIfly (Flug-Codes beginnen mit "X3") auf tuifly.com auswählen und dann in der Preisliste auf das "i" für Information mit der Maus gehen. Es öffnet sich ein Fenster, indem die Unterschiede zwischen den Tarifklassen genauer erklärt werden.

Welche Passagiere sind von den Regelungen betroffen?

Fein raus sind Sie, wenn Sie eine Pauschalreise (also Flug, Hotel und Transfer) über einen TUI-Veranstalter wie die Dachmarke TUI selbst, Airtours oder Robinson gebucht haben. Dann ist die Verpflegung und die 20kg Freigepäck nach wie vor inklusive. Hat man bei den Günstig-Anbietern Discount-Travel oder 1-2-Fly gebucht, so kann man das Tarifkonzept selbst wählen. Ähnlich bei anderen Nicht-Konzern-Reiseveranstaltern. Gäste die einen sog. "Nurflug" bei Tuifly oder bei einem sog. "X-Veranstalter" gebucht haben, müssen sich mit den schlechten Konditionen auseinandersetzen. X-Veranstalter sind dynamische Reiseveranstalter, die im sekundentakt beliebige Flüge und Hotelkontingente zusammenstellen und einen Transfer oder eine Reiseleitung oftmals nicht inkludieren. (Man findet Sie in Preislisten von Pauschalreisen meist unter den günstigsten Angeboten). Also: Aufpassen und lieber von einem Experten im Reisebüro beraten lassen.

Was muss man beim Gepäck noch beachten?

Wir haben es an einem Flughafen in Spanien bei einer anderen Airline schon selbst gesehen: Ein Fluggast hatte seinen (die vorgeschriebenen Grenzen voll ausnutzenden) Stoff-Trolley so vollgepackt, dass er in den auf den Flughäfen überall herumstehenden "Handgepäck-Prüfrahmen" aus Metall nur mit Mühe hineingestopft, aber nicht mehr herausgezogen werden konnte. Um solche Peinlichkeiten vor den vielen Leute zu vermeiden, sollte man auf Hartschalen-Trolleys aus leichtem Carbon oder Aluminium ausweichen. Das Gepäckstück leidet bei solchen Aktionen, in aller Eile und kurz vor dem Einsteigen ebenfalls mit. Umso besser, wenn man mit robustem Material ausgestattet ist. Informieren Sie sich am besten hier über: Handgepäck bis 55cm oder hier über: Kofferhöchstmaße bei Flugreisen.

Wenn Sie sich über einen Social Media Kanal an TUIfly wenden wollen, dann können Sie das über Twitter oder Facebook tun. Auch Kritik kann man über diesen Weg direkt an das Unternehmen heranbringen und sich mit anderen Reisenden über die Geschäftspolitik unterhalten. Ein echter Vorteil in der heutigen Medienwelt mit kurzen Wegen. Wenn dieser Artikel hier hilfreich war, Sie etwas zu ergänzen haben oder sich auch einfach mal den Frust von der Seele schreiben möchten, dann können Sie das auch auf unserer Facebook-Seite machen. Wir haben zwar nicht ganz soviele Fans, aber mit uns kann man leidenschaftlich diskutieren.

Textinfos und Foto: eigener Redakteur

Nachricht vom 16.4.2014

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