Ryanair Teil 2: Fortsetzung des persönlichen Erfahrungberichtes

Weiter geht es mit dem langsam zum never-ending-Bericht werdenden Protokoll meiner Ryanair-Flugbuchung von Nordrhein-Westfalen nach Katalonien, besser gesagt in das Herz und die Hauptstadt Barcelona. Wir waren bei Schritt 3. Um das nachzuvollziehen, wiederhole ich nochmals die Buchungsschritte. Auch hier typisch Ryanair: Ruft man sich die Seite nochmal auf, sind die Buchungsdaten leider nicht gespeichert. Ich muss diese dann nochmals eingeben und absenden. Online Anbieter argumentieren oft, dass deshalb die Daten viel sicherer wären, da man keine Cookies einsetzen muss. Wir ärgern uns ja nicht, sondern bemängeln nur, dass es bei anderen Fluggesellschaften leichter ist die einmal genutzten Eingaben nochmal anzuwenden.

Jetzt müssen wir die Fluggastdaten eingeben. Zunächst mal nur eine Zeile. Sieht erfreulich wenig aus. Weil wir es zunächst vergessen haben, wissen wir jetzt, dass der Titel wichtig ist. Neben diversen Schreib- und Grammatikfehlern nehmen wir problemlos hin, dass wir hier auch mitdenken müssen und Herr nicht mit Hr. abgekürzt ist sondern mit Mr für englisch Mister. Ms ist übrigens Fräulein, wo wir uns natürlich fragen, welche deutsche Flugpassagierin auf diesen Unterschied achtet und was passiert, wenn man einchecken will und noch gar nicht verheiratet ist, aber trotzdem Mrs eingegeben hat. Das wäre doch mal lustig, wenn das auch ein Grund für eine Extragebühr wäre.

Hinter den beiden Eingabefeldern für Vor- und Nachname befindet sich noch ein weiteres Pulldown-Menu. Wieder typisch: ohne Beschriftung. Da wir ja (wie man sieht) alles ganz genau untersuchen, haben wir dort einfach mal draufgeklickt. Und siehe da: Hier findet sich die wichtige Angabe, ob man ein Gepäckstück mitnehmen möchte oder nicht. Hier entpuppt sich Ryanair dann als regelrechter Kofferfeind. Wenn man einen (!) Koffer mit der bei anderen Airlines üblichen 20kg mitnehmen möchte, muss man mal locker 50,- Euro draufrechnen.

Ryanair gibt in der Gebührenliste an, dass der Preis pro Strecke 25,- Euro ist, bei einem Return-Flugticket muss man aber sowohl für Hin- als auch Rückweg die Gebühr bezahlen, auch wenn man nur auf einem Weg die 20kg mitnimmt. Übrigens: Auf die Kanarischen Inseln oder wenn Sie in den Sommerferien oder Weihnachtsferien fliegen, wird dieser Gepäcktransport dann nochmal teurer: Die Gebühr liegt dann bei 60,- bis sogar 70,- Euro.

Und um die Sache ganz kompliziert zu machen: Es ist die Mitnahme eines 2.Gepäckstücks über 15kg möglich, das ist dann aber auf jeden Fall teurer als das Erste mit 15 kg oder 20kg Gesamtgwicht. Fluggäste, die hier nicht peinlich genau auf die Einhaltung der Taschenmaaße, Gewichtsverteilung usw. achten, dürfen sich dann über die Übergepäckgebühr von 20,- Euro pro Kilogramm am Flughafen wundern. Tja, soviel Überlegungen um ein kleines Kästchen korrekt auszufüllen, von dem es 6 Stück auf dieser Seite Drei des Buchungsprozesses gibt.

Moment. Da sind ja noch weitere Angaben zu machen. Wir sind mit diesem Kästchen ja noch gar nicht fertig! Priority Boarding lehnen wir trotzdem innerhalb von 1 Sekunde durch Klicken auf "Nein" ab ohne die ganze Beschreibung im Popup-Fenster noch durchzulesen. "Reiseversicherung buchen" wollen wir auch abwählen. Dafür gibt es aber keinen Radio-Button (so nennt man das, jaja wir kennen uns aus) sondern das Drop-Down "Bitte wählen Sie das Land Ihres Wohnsitzes aus" (Häh, wir wollen das doch gar nicht?!).

Klicken macht schlau: Zwischen Latvia (englisch für Lettland) und Lithuania (englisch für Litauen) finden wir den Auswahlpunkt "Keine Reiseversicherung erforderlich". Aha! Was das mit den Baltischen Staaten zu tun hat, keiner weiß es. Alphabetisch ist das nur halb, denn sonst wäre es ja vor Latvia. Ts, ts.

Uns ist das erstmal zu blöd, wir brechen den Buchungsprozeß ab und machen nachher weiter... im Teil 3

Textinfos und Foto: eigener Redakteur am Airport

Nachricht vom 7.4.2011

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