Mehdorn greift bei Air Berlin durch

Hartmut Mehdorn, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bahn und Top-Manager bei Airbus, lässt seine Mitarbeiter gleich an seinem ersten Arbeitstag als neuer Chef wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Hartmut Mehdorn, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bahn und Top-Manager bei Airbus, lässt seine Mitarbeiter gleich an seinem ersten Arbeitstag als neuer Chef wissen, was die Stunde geschlagen hat.

So lässt er die Belegschaft der zweitgrößten Airline wissen das massive Umbaumaßnahmen anstehen, um das Ruder bei der defizitären Fluglinie herumzureißen. Betroffen von diesen Umbauten ist das Geschäftsmodell im Allgemeinen sowie das Flugnetz, die Flotte und die Belegschaft.

Bei der Flotte ist nur ein begrenzter Handlungsraum gegeben, da ein Teil der Flugzeuge nicht im Besitz von Air Berlin ist, sondern geleast wird. Diese langjährigen Leasingverträge machen es schwierig die Anzahl der Flugzeuge einschneidend zu reduzieren.

Mehdorn, der lediglich als Interims-Chef an die Spitze der Berliner Airline berufen wurde, hat des Weiteren angekündigt das Instrument der Stellenkürzungen äußerst sorgsam zu nutzen. Bisher hatte es in der Unternehmensgeschichte nie betriebsbedingte Kündigungen gegeben!

Ob und wann es zum Stellenabbau kommt, ließ Mehdorn hingegen offen. Dass eine teilweise Streichung der 8900 Stellen bei Air Berlin eintreten kann, scheint wahrscheinlich, da die Airline die Kosten ansonsten nicht in den Griff bekommt.

Wie es weitergehen wird, ist für den deutschen Reisemarkt spannend und wichtig. Air Berlin hat sich immer mehr zu einem starken Konkurrenten der Lufthansa gemausert und zwei starke Airlines in Deutschland sind für die Flugpreise und somit für die Reisenden besser als nur Eine. Wir drücken Hartmut Mehdorn die Daumen und hoffen, dass er mit seinen Vorstandskollegen die richtigen Entscheidungen trifft.

Textinfos und Foto: eigener Redakteur

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