King of the Skies: Warum Spotter den Airbus A380 so nennen

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„King of the Skies“ ist ein inoffizieller Spotter-Spitzname für den Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt – als Gegenstück zur Boeing 747, der „Queen of the Skies“. Ein weiterer Spotter-Name für den A380 ist „Airboss“.

Auf einen Blick

  • „King of the Skies“ ist ein inoffizieller Spitzname des Airbus A380 aus der Spotter-Szene, kein Name von Airbus.
  • Der Airbus A380 flog erstmals am 27. April 2005; Singapore Airlines erhielt am 15. Oktober 2007 das erste Exemplar.
  • Airbus lieferte 251 A380 an 14 Kunden aus; die letzte Maschine ging am 16. Dezember 2021 an Emirates.
  • Emirates ist mit über 110 A380 mit Abstand größter Betreiber (Stand: Oktober 2026).
  • Lufthansa holte den A380 am 1. Juni 2023 zurück und fliegt ihn mit acht Maschinen ab München (Stand: Oktober 2026).
Inhalt (8 Abschnitte)
  1. Auf einen Blick
  2. Was bedeutet „King of the Skies“?
  3. Der Airbus A380 in Zahlen
  4. Wer fliegt den A380? (Stand: Oktober 2026)
  5. Das Comeback bei Lufthansa
  6. King gegen Queen: A380 und 747-8 im Vergleich
  7. Für Planespotter: So erkennst Du den King
  8. Häufige Fragen

Was bedeutet „King of the Skies“?

„King of the Skies“ – „König der Lüfte“ – ist ein inoffizieller Spitzname für den Airbus A380. Er ist in der Planespotter-Szene als männliches Gegenstück zur Boeing 747 entstanden, die seit Jahrzehnten als Queen of the Skies gilt. Airbus selbst verwendet den Namen nicht; in Medien und bei Airbus ist eher vom „Superjumbo“ die Rede.

Der Spitzname passt trotzdem: Der doppelstöckige A380 löste 2007 die 747 als größtes Passagierflugzeug der Welt ab. Ein weiterer Spotter-Begriff für den A380 ist Airboss – ein Wortspiel aus „Airbus“ und „Boss“. Die A380 von Emirates heißen in Livestreams auch Beast from the East.

Der Airbus A380 in Zahlen

MerkmalWert
Erstflug27. April 2005 in Toulouse
Erstauslieferung15. Oktober 2007 an Singapore Airlines
Erster Linienflug25. Oktober 2007, Singapur–Sydney
Letzte Auslieferung16. Dezember 2021 an Emirates
Gebaut254 Flugzeuge inkl. Testmaschinen, 251 an 14 Kunden ausgeliefert
Länge / Spannweite73 m / 79,8 m
Maximal zugelassene Sitzplätze853
Reichweiteca. 14.800 km
Triebwerke4 × Rolls-Royce Trent 900 oder Engine Alliance GP7200

Der Weg in den Liniendienst war holprig: Probleme mit der aufwendigen Kabelverlegung verzögerten die ursprünglich für 2006 geplanten Auslieferungen um mehr als ein Jahr. Laut Airbus hat der A380 seitdem mehr als 800.000 Flüge absolviert und über 300 Millionen Passagiere befördert. Airbus stellte die Produktion dennoch wegen zu geringer Nachfrage ein. Viele Airlines setzten auf sparsamere zweistrahlige Großraumflugzeuge wie Boeing 787 oder Airbus A350.

Wer fliegt den A380? (Stand: Oktober 2026)

Zehn Airlines haben den A380 noch in ihrer Flotte. Nicht alle Maschinen sind gleichzeitig im Einsatz; einige sind abgestellt oder in der Kabinenmodernisierung.

AirlineA380 in der Flotte
Emirates116
British Airways12
Singapore Airlines12
Qantas10
Etihad Airways9
Lufthansa8
Qatar Airways8
Asiana Airlines6
Korean Air5
All Nippon Airways3

Zahlen laut Aerocorner (September 2026). Emirates hat insgesamt 123 A380 erhalten – mehr als jede andere Airline – und plant, bis Ende 2026 wieder rund 110 Maschinen aktiv einzusetzen. Air France, Thai Airways, China Southern und Malaysia Airlines haben den A380 bereits ausgemustert.

Das Comeback bei Lufthansa

Lufthansa erhielt ihren ersten A380 am 19. Mai 2010 und betrieb zeitweise 14 Exemplare. Bereits 2019 kündigte sie an, sechs davon an Airbus zurückzugeben; 2020 wurde die übrige Flotte abgestellt und galt als ausgemustert.

Wegen der starken Nachfrage holte Lufthansa den A380 zurück: Am 1. Juni 2023 flog D-AIMK als LH424 von München nach Boston. Seitdem sind die acht verbliebenen A380 fest in München stationiert, nicht in Frankfurt. Laut aktueller Flottenplanung sollen sie die neue Allegris-Kabine erhalten und mindestens bis 2030 fliegen (Stand: Oktober 2026). Vor dem Comeback absolvierte dieselbe D-AIMK im April 2023 Trainingsflüge mit Touch-and-Gos in Leipzig/Halle – mehr dazu in unserem Bericht zum Lufthansa-A380-Training in Leipzig.

King gegen Queen: A380 und 747-8 im Vergleich

Spotter vergleichen den King gern mit der Queen. Die 747-8 ist etwas länger, der A380 hat dafür deutlich mehr Spannweite und auf zwei vollen Decks mehr Platz für Passagiere.

MerkmalAirbus A380Boeing 747-8I
Erstflug20052011
Länge73 m76,3 m
Spannweite79,8 m68,4 m
Passagierdeckszwei durchgehendeHauptdeck plus Oberdeck im Buckel
Gebaut254 (inkl. Testflugzeuge)48 (Passagierversion)
Produktionsende20212023 (letzte 747 überhaupt)

Für Planespotter: So erkennst Du den King

  • Zwei durchgehende Passagierdecks mit zwei vollen Fensterreihen über die ganze Rumpflänge – anders als der Buckel der 747.
  • Vier Triebwerke unter riesigen Flügeln mit kleinen, nach oben und unten zeigenden Flügelspitzen-Zäunen (Wingtip Fences).
  • 22 Räder: zwei am Bugfahrwerk und 20 an vier Hauptfahrwerksbeinen.
  • Im Funk melden sich A380-Besatzungen beim Erstkontakt mit dem Zusatz „Super“ nach dem Rufzeichen: Der A380 gehört zur eigenen Wirbelschleppen-Kategorie Super, hinter ihm halten Flugzeuge größere Abstände ein.
  • Bei der Landung arbeiten Reverser (Schubumkehr) nur an den beiden inneren Triebwerken.

In Deutschland siehst Du den A380 regelmäßig in München (Lufthansa) sowie mit Emirates unter anderem in Frankfurt und München.

Häufige Fragen

Welches Flugzeug ist der King of the Skies?

Mit King of the Skies ist in der Spotter-Szene meist der Airbus A380 gemeint, das größte Passagierflugzeug der Welt. Der Name ist inoffiziell und als Gegenstück zur Boeing 747, der Queen of the Skies, entstanden.

Was ist ein Airboss?

Airboss ist ein weiterer Spotter-Spitzname für den Airbus A380, ein Wortspiel aus Airbus und Boss. Auch er ist kein offizieller Name von Airbus.

Wird der A380 noch gebaut?

Nein. Airbus lieferte den letzten A380 am 16. Dezember 2021 an Emirates aus. Insgesamt gingen 251 Exemplare an 14 Kunden.

Fliegt Lufthansa noch den A380?

Ja. Lufthansa hat den A380 im Juni 2023 zurückgeholt und setzt acht Maschinen ab München ein (Stand: Oktober 2026). Die Flugzeuge sollen mindestens bis 2030 fliegen.

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Stand: 10/2026